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| Natur erleben um Ettal - Graswang Linderhof | |||||||
Die Gemeinde Ettal liegt im größten
zusammenhängenden Naturschutzgebiet Deutschlands.
Aufgrund seiner Höhenlage (Schloßpark Linderhof 1000m über NN) ist Ettal bis in den März hinein ein schneesicheres Langlaufparadies. Die Gemeinde verfügt über ca. 30 km gepflegte Loipen, die von Ettal über Graswang bis in den Schloßpark Linderhof reichen. Desweiteren ist Ettal der otimale Ausgangspunkt im Ammergebirge für Tourenskifahrer. Das Weidmoos - eines der berühmtesten Moore Bayerns Das Weidmoos wird beschrieben als ein Kalkflachmoor mit Übergangskomplexen und kleinen Hochmoorinseln, die zwischen Ammer und Ettaler Mühle gelegen sind. Es stellt vor allem wegen seiner Wasserverhältnisse eine Besonderheit unter den bayerischen Mooren dar. Entstanden ist das Weidmoos durch Verlandung eines nach der Eiszeit hier gelegenen Schmelzwassersees.
Im Quellbereich der Kleinen Ammer findet man im Weidmoos zahlreiche Quelltrichter, woraus eine sehr enge und komplizierte Verzahnung von Moor- und Auenstandorten resultiert. Die einzelnen Quellen vereinen sich schon bald zu zwei stattlichen Bächen. Der eine davon wurde in geradem Lauf in südöstlicher Richtung durch das Weidmoos geführt, er fließt mit Hilfe eines Dükers unter der Ammer hindurch und betreibt als Ettaler Mühlbach das Wasserrad (und heute eine Turbine) der Ettaler Mühle. In Höhe der Kapellenwand fließt er von rechts in die Ammer. Der andere schlängelt sich in nördlicher Richtung durch das Weidmoos und mündet etwa in Höhe der Bärenhöhle von links in die Ammer. Flora: Den überwiegenden Teil des Weidmoos nehmen großflächige Streuwiesen ein. Sie weisen eine hohe Artenvielfalt mit zahlreichen seltenen Pflanzen auf. Dazu gehören mehr als ein Dutzend Orchideenarten genauso wie der Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe), der Moorenzian (Swertia perennis), die Prachtnelke (Dianthus superbus), die Mehlprimel (Primula farinosa), der Fieberklee (Menyanthes trifoliata), die Fadenwurzelsegge (Carex chordorrihiza) und auch seltene Moose. Das floristische Markenzeichen des Weidmoos ist aber das gelb blühende Karlszepter (pedicularis sceptrum-carolinum), ein Eiszeitrelikt das hier sein größtes mitteleuropäisches Vorkommen hat.
Durch Förderung der Mahd und anderer Landschaftspflegemaßnahmen versucht man heute, auch bei geänderten landwirtschaftlichen Bedingungen, den Charakter des Mooses zu erhalten. Im Weidmoos sind u.a. seltene Wiesenbrüter wie die Bekassine, das Braunkehlchen oder der Wiesenpieper beheimatet. Der große Brachvogel, der früher hier vorkam, konnte in letzter Zeit nicht mehr festgestellt werden. Die flache Wasserfläche zwischen dem Ettaler Mühlbach und der Staatsstraße, die beim Bau des Mühlbaches entstanden ist, ist ein beliebter Laichplatz mehrere Amphibienarten. Um vor allem die Verluste der Erdkröten bei ihren Frühjahrswanderungen zwischen den Lebensräumen an den Hängen der Notkarspitze und dem Laichplatz zu verringern, wurden in den letzten Jahren Amphibiendurchlässe und Leitzäune entlang der Staatsstraße zwischen der Ettaler Mühle und der Roten Brücke geschaffen. Wie die anderen Moore und Feuchtgebiete im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist auch das Weidmoos gekennzeichnet durch eine hohe Anzahl bedrohter Schmetterlingsarten. Einige Arten erreichen hier auch Populationsdichten, die sonst wohl nirgendwo mehr in Bayern erreicht werden. Der Blick vom Weidmoos nach Westen an den Grat des Sonnenbergkamms wird von der markanten Falkenwand" bestimmt. An der Falkenwand brütete früher ein Wanderfalke, das Nest wurde aber von einem Uhu zerstört und der Falke wurde seitdem nicht mehr gesehen. Auch Felsenschwalben kann man hier antreffen. Unser größtes Anliegen ist es daher dieses einmalige Vorkommen seltener, geschützter Pflanzen und Tiere unseren Nachkommen zu bewahren. Quelle: Gregor Drohmann, Bund Naturschutz,
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